Die österreichische Holzindustrie macht mit 10 Milliarden Euro ganze 3,9% des Bruttoinlandsproduktes aus und liegt damit auf Platz 2 knapp hinter der Tourismusbranche (4,2%). Unter den jährlich  rund 18.000 erteilten Baugenehmigungen entfallen bereits heute 30-35%  auf die  Fertigteilhausindustrie, Tendenz steigend.*
Immer höhere Ansprüche hinsichtlich Qualitätsstandards und Individualität stellen viele Betriebe in der holzverarbeitenden Industrie jedoch vor große Herausforderungen.

Ziel des vorliegenden Projektes RobWood ist es, durch neue technische Ansätze eine starke Individualisierung von Produkten bei gleichbleibender bzw. höherer Effizienz in der Produktion zu ermöglichen. Die Integration von Robotik, Sensorik und Wissensaustausch in Kombination mit geeigneten Mensch-Maschine-Schnittstellen, angewandt in der Produktion, trägt dazu bei, Betriebsabläufe in der Holzindustrie zu optimieren.

Durch die Erforschung von Möglichkeiten zur modellbasierten Roboterprogrammierung wird an vorderster Stelle die natürliche Bedienung und Programmierung von Industrierobotern durch Personal auch in kleineren holzverarbeitenden Betrieben möglich sein, die selbst kein tiefergehendes Wissen über die Feinheiten der traditionellen Roboterprogrammierung haben.

Durch intelligente Technologien für den Zugriff auf dabei entstehende Daten und Erfahrungen erfährt schließlich deren Nutzung eine Hebelwirkung, schon in einzelnen Produktionsbetrieben und zusätzlich über Unternehmensgrenzen hinweg.

Die im Projekt angestrebte Produktionsoptimierung für Roboterproduktionsanlagen hat enormes Potential hinsichtlich der Schaffung neuer Arbeitsplätze auch im ruralen Raum, der Ressourcenoptimierung und der Übertragung von Erkenntnissen auf weitere Branchen.

* Quelle: pro Holz Austria

Übersicht der Arbeitpakete: